Freitag, 27. Februar 2015
Ärzte Zeitung online, 09.06.2012

Kinderkiller Nr. Eins: Pneumonie und Durchfall

BANGKOK (dpa). Durchfall und Lungenentzündungen gehören nach Unicef-Angaben zu den schlimmsten tödlichen Krankheiten bei kleinen Kindern. Mehr als zwei Millionen Kinder unter fünf Jahren sterben jedes Jahr an diesen Leiden, wie das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen am 8. Juni berichtete.

Demnach ist etwa jeder dritte Todesfall auf eine der beiden Krankheiten zurückzuführen. 90 Prozent der Mädchen und Jungen sterben in Afrika südlich der Sahara und in Südasien.

"Wir wissen, was dagegen zu tun ist", sagte Unicef-Direktor Anthony Lake. "Es müssen nur simple Maßnahmen systematisch angewandt werden."

Dazu gehörten Impfungen, Stillen und Händewaschen mit Seife. Die Menschen brauchten sauberes Wasser und eine hygienische Abwasserentsorgung. Kinder mit Lungenentzündung benötigten Antibiotika und Kinder mit Durchfall genügend Flüssigkeit.

Bislang werde nur jedes dritte kranke Kind ausreichend behandelt. Babys bis zu sechs Monaten voll zu stillen, sei der beste Schutz. Laut Unicef werden aber nur weniger als 40 Prozent der Kleinen in den ersten Lebensmonaten in Entwicklungsländern voll gestillt.

Unicef-Mitteilung (englisch)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

"Ärzte Zeitung"-Umfrage: Klares Votum für die Impfpflicht

Der Masern-Ausbruch in Berlin geht ungebremst weiter. Die WHO ist besorgt, und in Deutschland wird über eine Impfpflicht diskutiert. Die "Ärzte Zeitung" hat ihre Leser gefragt, wie sie dazu stehen - das Ergebnis ist eindeutig. mehr »

Überfüllte Kliniken: Grippewelle schwappt nach Norden

Jetzt ist auch der Norden Deutschlands dran: Die Grippe breitet sich weiter aus. Kliniken ächzen unter der Last vieler Patienten. mehr »

MDS urteilt scharf: "Viele IGeL können schaden"

Der Medizinische Dienst des GKV-Spitzen­verbandes feiert den dritten Geburtstag seines kritischen Portals IGeL-Monitor. Aus diesem Anlass holt er erneut zu einer Generalkritik aus: Die meisten Selbstzahlerleistungen seien nicht nur nutzlos, sondern teils sogar schädlich. mehr »