Mittwoch, 16. April 2014
Ärzte Zeitung online, 09.06.2012

Kinderkiller Nr. Eins: Pneumonie und Durchfall

BANGKOK (dpa). Durchfall und Lungenentzündungen gehören nach Unicef-Angaben zu den schlimmsten tödlichen Krankheiten bei kleinen Kindern. Mehr als zwei Millionen Kinder unter fünf Jahren sterben jedes Jahr an diesen Leiden, wie das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen am 8. Juni berichtete.

Demnach ist etwa jeder dritte Todesfall auf eine der beiden Krankheiten zurückzuführen. 90 Prozent der Mädchen und Jungen sterben in Afrika südlich der Sahara und in Südasien.

"Wir wissen, was dagegen zu tun ist", sagte Unicef-Direktor Anthony Lake. "Es müssen nur simple Maßnahmen systematisch angewandt werden."

Dazu gehörten Impfungen, Stillen und Händewaschen mit Seife. Die Menschen brauchten sauberes Wasser und eine hygienische Abwasserentsorgung. Kinder mit Lungenentzündung benötigten Antibiotika und Kinder mit Durchfall genügend Flüssigkeit.

Bislang werde nur jedes dritte kranke Kind ausreichend behandelt. Babys bis zu sechs Monaten voll zu stillen, sei der beste Schutz. Laut Unicef werden aber nur weniger als 40 Prozent der Kleinen in den ersten Lebensmonaten in Entwicklungsländern voll gestillt.

Unicef-Mitteilung (englisch)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Wesiack im Interview: "Die KBV ist zum Spielball der Politik geworden"

Harsche Kritik an der KBV übt Dr. Wolfgang Wesiack. Sie sei keine Vertretung aller Vertragsärzte mehr, sagt der BDI-Präsident im Interview mit der "Ärzte Zeitung". Außerdem spricht er über Koalitionspläne, Selektivverträge und Qualität. mehr »

Bund und Länder planen: Klinikfonds und kostenlose Pflegeausbildung

Überraschung: Der als "Abwrackprämie" für Krankenhäuser geschmähte Strukturfonds ist wieder ein Thema bei Bund und Ländern. Er könnte Teil der Klinikreform werden, heißt es nach dem ersten Sondierungsgespräch. Ebenfalls angedacht: eine kostenlose Pflegeausbildung. mehr »

Asylbewerberheim-Prozess: Freispruch für den Arzt

Im Prozess wegen unterlassener Hilfeleistung bei einem Flüchtlingskind im Asylbewerber­heim in Zirndorf ist das Urteil gefällt: Der Arzt ist freigesprochen worden, drei Mitarbeiter erhalten Geldstrafen. mehr »