Ärzte Zeitung, 21.06.2012

medico international für Weltgesundheitsfonds

FRANKFURT/MAIN (dpa). Für eine bessere Gesundheitsversorgung auf der Welt sollte es nach Ansicht der Hilfsorganisation medico international einen Fonds für Gesundheit geben.

Er könne für einen global getragenen Ausgleich in der Finanzierung nationaler Gesundheitssysteme sorgen, sagte medico-Geschäftsführer Thomas Gebauer am Donnerstag in Frankfurt.

Die Rolle der Weltgesundheitsorganisation WHO müsse gestärkt und ihre demokratische Kontrolle verbessert werden. Dazu gehöre auch, den oft undurchsichtige Einfluss einzelner Gruppen wie der Pharma-Industrie zurückzudrängen.

Im vergangenen Jahr erhielt medico nach eigenen Angaben knapp fünf Millionen Euro an Spenden. Darin enthalten sind weitergeleitete Mittel des "Bündnis Entwicklung hilft", die zum großen Teil den Opfern der Hungerkatastrophe in Ostafrika zugutekamen.

Hinzu kamen rund fünf Millionen Euro öffentliche Zuschüsse, etwa für die Projektarbeit in Palästina. Insgesamt 90 Projekte in mehr als 25 Ländern seien unterstützt worden.

Dazu gehörten Minenräumen in Afghanistan, Wiederaufbauhilfen für Pakistan und Haiti oder die Kooperation mit ägyptischen Ärzten zur medizinischen Versorgung verletzter Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairo.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »