Ärzte Zeitung, 27.06.2012

Nationalkonservative in Polen wollen IVF-Verbot

WARSCHAU (dpa). Retortenbabys und katholischer Glaube sind nach Ansicht der Nationalkonservativen im polnischen Parlament unvereinbar - sie streben deshalb ein Verbot der In-Vitro-Befruchtung an.

"Das ist eine Frage des Weltbilds", sagte Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski am Mittwoch in Warschau.

Seine Partei, die nationalkonservative "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) brachte im Parlament zwei Gesetzesprojekte ein, die das Verfahren verbieten und unter Strafe stellen sollen.

Embryonen dürften nicht außerhalb des weiblichen Organismus geschaffen werden, so die Partei. In Polen ist die IVF bisher nicht gesetztlich geregelt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »