Ärzte Zeitung, 21.08.2012

Großbritannien

NHS-Gesundheitssystem soll exportiert werden

LONDON (dpa). Großbritannien will Teile des staatlichen National Health Service exportieren. Nach Regierungsplänen soll so zusätzliches Geld in die Kassen des gebeutelten Systems fließen, berichtet der Sender BBC.

Namhafte NHS-Kliniken, die in ihren Behandlungsfeldern teils weltweit führend sind, sollen Zweigstellen im Nahen Osten, in den USA und anderswo eröffnen. Ab Herbst werde eine eigene Agentur zwischen den Kliniken und den jeweiligen Regierungen vermitteln.

Die Kliniken sollen dabei für Investitionen nur Geld verwenden dürfen, das mit Privatpatienten verdient wurde. Der Gewinn müsse zurück nach Großbritannien gehen.Patientenorganisationen kritisierten die Pläne als Kommerzialisierung des Gesundheitswesens und warnten, die Patienten im eigenen Land könnten darunter leiden.

Staatssekretärin Anne Milton hingegen betonte, dass die Patienten daheim dadurch mit einer besseren Versorgung rechnen könnten.

Topics
Schlagworte
Gesundheitspolitik international (7754)
Organisationen
BBC (417)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »