Ärzte Zeitung, 10.09.2012

Warnhinweise

EU will Tabakwerbung einschränken

Riesige Warnhinweise, die drei Viertel der Schachtel einnehmen und ein Verbot von runden Ecken: Die EU-Kommission will offenbar die Werbung für Zigaretten erschweren.

BRÜSSEL (chb). Die EU-Kommission plant offenbar, die Werbung für Zigaretten und weitere Tabakprodukte erheblich einzuschränken. Das berichtet die Tageszeitung "Die Welt".

So sehe der Entwurf für eine überarbeitete Tabakproduktrichtlinie unter anderem vor, die Warnhinweise auf den Verpackungen deutlich zu vergrößern.

Diese Warnhinweise sollten nicht mehr 30 Prozent der Verpackung bedecken, sondern 75 Prozent. Werde die Steuerbanderole als verpflichtendes Element noch dazu gezählt, könnten die Hersteller gerade einmal zehn Prozent der Schachtel frei gestalten.

Vorgeschlagen wird auch, abgerundete Ecken zu verbieten. Mit einem "rechteckigen Zuschnitt, einer gewissen Breite und Tiefe", soll verhindert werden, dass die Warnhinweise weggeklappt werden können.

Nach Angaben der "Welt", sollen sich die Zigaretten künftig auch geschmacklich und optisch nicht mehr unterscheiden.

Das würde das Aus für die sogenannten Slim-Zigaretten sowie die "in Kork-Optik" gehaltene Filterummantelung bedeuten.

Geprüft werde zurzeit, inwieweit diese Vorschläge die unternehmerische Freiheit der Hersteller einschränken.

Vor kurzem hatte es Berichte aus Australien über noch weiter gehende Pläne zur Einschränkung der Werbung für Zigaretten und eine Einschränkung der Markenhoheit gegeben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »