Ärzte Zeitung, 18.11.2013

Großbritannien

NHS kommt Steuerzahler teuer

LONDON. Teure Gesundheitsbürokratie in Großbritannien: Im staatlichen britischen Gesundheitswesen (National Health Service, NHS) wurden in den vergangenen zwei Jahren hunderte in der Verwaltung arbeitende Bürokraten vorzeitig aus ihrem Amt entlassen, um so Verwaltungsstellen und Kosten zu sparen.

Freilich: Knapp 500 der Entlassenen erhielten Abfindungen von umgerechnet mehr als 120.000 Euro. Das kostete den britischen Steuerzahler hohe Millionenbeträge. Und: "Abfindungen von 250.000 Pfund (280.000 Euro) und höher sind leider keine Ausnahme", monierte der Bund der britischen Steuerzahler.

Premierminister David Cameron steht unter Druck, die Kosten für den NHS zu drücken. Experten beziffern die Summe, die der NHS in den vergangenen fünf Jahren für sogenannte Pay Offs entlassener Mitarbeiter ausgab auf "über 1,4 Milliarden Pfund", umgerechnet mehr als 1,8 Milliarden Euro. (ast)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »