Ärzte Zeitung, 18.02.2015

Ostukraine

Viele HIV-Fälle als Folge des Krieges

GENF. Als Folge des Krieges in der Ostukraine kommen dort nach UN-Schätzungen wahrscheinlich Hunderte Babys mit einer HIV-Infektion zur Welt. Es fehle an sicheren Blutkonserven nachdem die Blutbank in Donezk beschossen wurde, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf mit.

Dadurch sei es kaum noch möglich, die Übertragung von HIV durch infizierte Mütter bei der Geburt zu unterbinden.In der Region Donezk seien vor dem Ausbruch der Krise fast 28 000 Menschen mit HIV registriert worden — die höchste Rate in der Ukraine.

Insgesamt werde die medizinische Versorgung immer schwieriger, weil der Krieg Krankenhäuser nicht verschone, beklagten WHO-Sprecher. Seit Beginn der Gewalttätigkeiten seien 78 Gesundheitseinrichtungen beschossen worden. (dpa)

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