Ärzte Zeitung, 11.12.2015

Kommentar zum Klimawandel

Forschung jetzt initiieren!

Von Martina Merten

Menschen sterben durch Dürren und Überschwemmungen, sie leiden unter massiver Luftverschmutzung - doch das alles schert die Klimaskeptiker nicht.

"Es kommen noch immer regelmäßig Personen zu mir, die keinen Klimawandel bemerken wollen", sagt auch Professor Karl Christian Bergmann vom Allergie-Zentrum der Charité.

Diese Skeptiker scheinen auch in den Reihen der deutschen Politik zu sitzen - auch wenn sie sich nach außen ganz anders geben.

Klimagipfel in Paris hin oder her, hierzulande muss man lange suchen, um Studien zum Thema Klimawandel und Gesundheit zu finden. Denn noch ist der Klimawandel im eigenen Land nur marginal zu merken.

Es gebe nur "gewisse Indizien für Auswirkungen auf die Gesundheit", heißt es im Sachstandsbericht des Robert Koch-Instituts aus 2010 - dem kein weiterer Bericht folgte.

Der Klimawandel scheint endlich auf der weltpolitischen Agenda angekommen zu sein. Endlich fließt mehr Geld in Projekte in Entwicklungsländern, die sich den Auswirkungen des Wandels auf die Gesundheit annehmen.

Das ist gut. Das muss sein. Doch auch hierzulande muss geforscht werden, muss die Wahrnehmung für das Thema geschärft werden. Die Charité geht mit gutem Beispiel voran. Es muss mehr folgen.

Lesen Sie dazu auch:
Klimawandel: Verheerende Auswirkungen auf Gesundheit

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