Ärzte Zeitung online, 12.05.2015

Milliarden-Marke geknackt

Hörgeräte-Absatz lässt aufhorchen

NÜRNBERG. Die deutschen Hörgeräte-Akustiker haben 2014 zum ersten Mal Hörhilfen für mehr als eine Milliarde Euro verkauft.

Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz mit Hörgeräten um 34 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro, wie das Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK ermittelte.

Demnach wurden insgesamt rund 1,2 Millionen Geräte über den Fachhandel verkauft.

Die Vergleichszahlen des Vorjahres sind deutlich niedriger: 2013 waren 836.000 Geräte verkauft worden, die Hörgeräte-Akustiker hatten damit rund 991 Millionen Euro erlöst.

Erklären lässt sich der Anstieg mit einem Gerichtsurteil des Bundessozialgerichts, das festgestellt hatte, dass die Krankenkassen beim Kauf eines Hörgerätes nicht nur den Festpreis zahlen dürfen. Viele Betroffene hatten offenbar eine anstehende Anschaffung bis zu dieser Einigung aufgeschoben. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »