Ärzte Zeitung, 14.03.2014

Verdi

Aufruf zum Warnstreik an der Charité

BERLIN. Nach Turbulenzen mit der Bilanz droht an der Berliner Uniklinik Charité das nächste Ungemach. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der größten Uniklinik Europas zu einem eintägigen Warnstreik am Montag, 17. März, aufgerufen.

Sie will damit ihre Forderungen nach Verbesserungen bei Personalausstattung, Gesundheitsschutz und Ausbildungsqualität durchsetzen. Über diese Themen wird seit Sommer 2013 verhandelt. Die Gewerkschaft beklagt, dass die Verhandlungen nach neun Verhandlungsrunden nun ins Stocken geraten seien.

Das Pflegepersonal an der Charité leidet Verdi zufolge unter einer extremen Arbeitsbelastung. Mitarbeiter in der normalen Pflege seien dort für 12 bis 16 Patienten zuständig. Ideal sei ein Schlüssel von eins zu fünf.

Die Gewerkschaft geht daher von einer sehr hohen Streikbereitschaft aus. Beschäftigte von mehr als 50 Stationen an allen drei Standorten hätten bereits angekündigt zu streiken.

Patienten müssen daher mit erheblichen Einschränkungen rechnen, warnt Verdi. Um die Notfallversorgung zu sichern, will die Gewerkschaft eine Notfallvereinbarung schließen. Der Charité-Vorstand kann den Streik durch ein Schlichtungsverfahren laut Verdi noch verhindern.

Die Charité teilte mit, sie gehe nach wie vor davon aus, dass im Wege von weiteren Gesprächen eine konsensfähige Lösung zwischen den Tarifparteien erreicht werden kann (ami)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »

Frühe ART wirkt protektiv

Die frühe antiretrovirale Therapie (ART) schützt HIV-Patienten vor schweren bakteriellen Infektionen. mehr »