Ärzte Zeitung, 12.08.2016

Kommentar zu angestellten Ärzten

Hohes Gut Arbeitsvertrag

Von Christiane Badenberg

Konkrete Regelungen bei der Zusammenarbeit erleichtern das Leben. Das gilt vor allem für kleine Teams, wie sie in Praxen oder MVZ tätig sind.

Ein enges, vertrauensvolles und konfliktfreies Miteinander ist unabdingbar. Jeder Konflikt, der das Arbeitsklima trübt, kann Folgen für Arzt und Patient haben. Und sei es, dass wegen schlechter Stimmung nicht unbefangen miteinander kommuniziert wird.

Offenbar bergen viele Arbeitsverträge vor allem von Ärzten, die ein Teil ihrer Weiterbildung in Praxen absolvieren, erhebliches Konfliktpotenzial.

Das zeigt eine stichprobenartige Überprüfung von 100 Verträgen durch den Marburger Bund.

Für Ärzte in der Weiterbildung habe kein einziger Vertrag die zeitlichen oder inhaltlichen Regelungen zur Weiterbildung vorgesehen, heißt es. Überstunden werden verlangt - darüber, wie sie ausgeglichen oder vergütet werden, findet sich oft nichts.

Die Anstellung in Praxen oder MVZ ist für viele junge Ärzte aus verschiedenen Gründen attraktiv. Wer aber merkt, dass er an anderer Stelle deutlich bessere Arbeitsbedingungen findet, fühlt sich kaum an seinen Arbeitgeber gebunden.

Arbeitsverträge, die nicht nur Pflichten umfassend beschreiben, sondern auch die Rechte des Angestellten klar benennen, steigern die Arbeitszufriedenheit enorm.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Amazonas-Volk hat die gesündesten Gefäße weltweit

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »

Kiffen schädigt wohl doch Herz und Hirn

Cannabis-Konsum erhöht offenbar doch das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche. Zumindest hat sich ein entsprechender Zusammenhang in einer umfassenden US-amerikanischen Analyse gezeigt. mehr »