Ärzte Zeitung, 14.10.2015

Flüchtlinge in Bayern

Liste sichert einheitliche Abrechnung

MÜNCHEN. Die zahnmedizinische Versorgung der in Bayern untergebrachten Asylbewerber ist rechtlich klar geregelt.

Das Bayerische Sozialministerium und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) haben dazu eine sogenannte "Positivliste"‚ vereinbart, die alle Leistungen enthält, die Zahnärzte bei Asylbewerbern erbringen und abrechnen dürfen.

Diese Liste basiere auf dem Leistungskatalog der GKV, sei aber im Umfang deutlich reduziert, teilt die KZVB mit.

So hätten Asylbewerber nur in Ausnahmefällen Anspruch auf Zahnersatz oder auf eine kieferorthopädische Behandlung. Vergütet wird die Behandlung mit den gleichen Konditionen wie bei gesetzlich Versicherten.

Da das Asylbewerberleistungsgesetz abgedeckte Leistungen nicht konkret aufführe, sei in der Vergangenheit eine unterschiedliche Genehmigungspraxis durch die jeweiligen Leistungsträger entstanden, erklärt KZVB-Vorsitzende Dr. Janusz Rat.

Die neue Liste soll zu einer Vereinheitlichung der Abrechnung zahnärztlicher Leistungen in Bayerns 71 Landkreisen und 25 kreisfreien Städten führen. (jk)

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