Ärzte Zeitung, 23.10.2015

Kongress in Leipzig

Labormediziner spenden für Flüchtlinge

In einer Notunterkunft an der Messe Leipzig sind Flüchtlinge untergebracht. Labormediziner tagten nebenan - und spendeten.

LEIPZIG. Die Teilnehmer des Jahreskongresses der Deutschen Vereinten Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) haben am vergangenen Wochenende rund 23 000 Euro für Flüchtlinge gespendet. Außerdem wurden Sachspenden im Wert von etwa 25 000 Euro zusammengetragen, wie die Universität Leipzig mitteilte.

Der Fachkongress für Labormedizin hatte an der Leipziger Messe stattgefunden, wo seit Anfang September viele Flüchtlinge in einer als Notunterkunft umfunktionierten Messehalle leben. Etwa 1000 Teilnehmer wurden bei dem Kongress gezählt.

Die Aktion war vorher mit dem Leipziger Flüchtlingsrat besprochen worden, es beteiligten sich auch viele Aussteller, darunter wichtige Firmen für Labortechnik. Gespendet wurden unter anderem Hausarzttaschen mit Untersuchungsinstrumenten, Hygieneartikel und Hand-Desinfektionsmittel, aber auch praktische Dinge für den Alltag, etwa stabile Rucksäcke.

Unter dem Motto "Die Labormedizin hilft" will die DGKL aufgrund der positiven Resonanz der Aktion nun auch nach dem Kongress weiter Spenden sammeln, um die medizinische Versorgung von Flüchtlingen auch in anderen deutschen Städten zu unterstützen. (lup)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »