Ärzte Zeitung, 02.03.2016

Asylsuchende

Zahl der Minderjährigen stark gestiegen

NEU-ISENBURG. Die Zahl minderjähriger Asylbewerber in Deutschland hat sich in den vergangenen drei Jahren mehr als verdreifacht. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. Vergangenes Jahr haben demnach 137.479 Minderjährige einen Erstantrag auf Asyl gestellt. Dies entspricht einem Anteil von 31,1 Prozent an allen Erstanträgen auf Asyl.

Rund zehn Prozent der minderjährigen Asylbewerber (14.439 Kinder und Jugendliche) seien ohne Begleitung nach Deutschland gekommen - deutlich mehr als in den Vorjahren: 2014 hatten noch knapp 55.000 Minderjährige Schutz gesucht, rund 4400 von ihnen waren unbegleitet.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) verzeichnet bei der Suche nach Flüchtlingskindern oder deren Eltern entsprechend mehr Anfragen. DRK-Präsident Rudolf Seiters sprach jüngst von einem Anstieg um 60 Prozent. Besonders betroffen sei die Gruppe der unter 15 Jahre alten Asylsuchenden. In zwei Dritteln der Fälle könne das DRK helfen. (jk)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »