Ärzte Zeitung, 20.04.2016

Kammer Brandenburg

Syrische Ärzte schnell integrieren!

COTTBUS. Die Landesärztekammer Brandenburg will medizinisches Personal unter den Flüchtlingen schneller identifizieren und integrieren.

Dazu hat sie die "Arbeitsgemeinschaft Syrische Ärzte" ins Leben gerufen. Zu den Mitgliedern gehören neben Kammervertretern auch syrische Ärzte, die bereits ihren Beruf seit mehreren Jahren in Deutschland ausüben.

Geplant ist, dass die syrischen Ärzte, die bereits in Brandenburg arbeiten, ihre neu ankommenden Kollegen bei der Beglaubigung von Zeugnissen und der erforderlichen Kenntnisstandprüfung unterstützen.

Die Kammer verweist darauf, dass es nach Aussagen der in der Arbeitsgemeinschaft mitarbeitenden syrischen Ärzte auch unter den in Syrien vorherrschenden Kriegsbedingungen möglich sei, verloren gegangene Papiere und Zeugnisse von Universitäten anzufordern.

Die Arbeitsgemeinschaft plant zudem eine Informationsveranstaltung für syrische Ärzte über das deutsche Gesundheitssystem und die Erfordernisse zur Aufnahme ihres Berufs hierzulande.

"Der akute Ärztemangel in unserem Bundesland ist auf gut ausgebildetes medizinisches Personal angewiesen. So begreifen wir die Flüchtlingskrise auch als Chance zur Gewinnung von Arbeitskräften. Zudem sehen wir es als unsere Pflicht an, unseren geflüchteten Kollegen bei der Integration Hilfestellung zu leisten", sagte Kammerpräsident Dr. Udo Wolter.

Die Kammer will darauf hinarbeiten, dass Medizinstudenten und Auszubildende in der Pflege unter den Flüchtlingen identifiziert werden, damit sie ihre Ausbildung schnell fortsetzen können. (ami)

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