DAK setzt bei Check-ups für Männer auf finanzielle Anreize

MÜNCHEN (sto). Männer sind in Bayern mit durchschnittlich zehn Tagen pro Jahr genau so lang krank wie Frauen. Männer leben jedoch riskanter und sterben in Bayern mehr als fünf Jahre früher als Frauen.

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Das zeigt der DAK-Gesundheitsreport 2008, den Landesgeschäftsführer Wilfried Erbe in München vorgestellt hat. Um die Teilnahme von Männern am Gesundheits-Check-up und an Krebsfrüherkennungsuntersuchungen zu verbessern, setze die DAK gezielt auf finanzielle Anreize, berichtete Erbe. Bis Ende des Jahres rechne die DAK bundesweit mit mehr als 100 000 Teilnehmern, die sich in entsprechende Programme einschreiben.

Herz-Kreislauferkrankungen und Verletzung führen in Bayern bei Männern zu fast doppelt so vielen Arbeitsunfähigkeiten wie bei Frauen. Und wegen eines Herzinfarkts wurden nach der Statistik männliche DAK-Versicherte im vergangenen Jahr mit 10,3 Tagen pro 1000 Versicherte an deutlich mehr Tagen stationär behandelt als Frauen, bei denen die Relation 1,2 Tage pro 1000 Versicherte betrug. Dabei müsse berücksichtigt werden, dass Frauen im Schnitt etwa zehn Jahre später als Männer einen Herzinfarkt erleiden und damit zu einer Zeit, in der sie meist nicht mehr im Beruf arbeiten.

Ein weiteres Ergebnis aus dem Gesundheitsreport: Bei stationären Aufenthalten wegen Alkoholabhängigkeit verursachen Männer mit 23 Krankenhaustagen pro 1000 Versicherte fast doppelt so viele stationäre Behandlungen wie Frauen. Und: Im bundesweiten Vergleich starben im Jahr 2006 in Bayern nach der Todesursachenstatistik etwa zehn Prozent mehr Männer an Herzinsuffizienz und Schlaganfall als im übrigen Deutschland.

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