Ärzte Zeitung, 13.05.2008

Hausarztvertrag: KV-Monopol ist nun gebrochen

BERLIN (HL/dpa). Einen Tag nach der Vorstellung des Hausarztvertrags von Hausärzteverband, Medi und AOK Baden-Württemberg hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt andere Kassen aufgefordert, dem Beispiel zu folgen.

Schmidt bezeichnete den Vertrag als "Durchbruch", wie ein Ministeriumssprecher mitteilte. Die KVen seien nun "nicht mehr so felsenfest im Boden verankert" wie bisher, so der Sprecher. Verschiedene Zeitungen werteten den Vertrag als historischen Durchbruch, weil nach 75 Jahren erstmals das Monopol einer Kassenärztlichen Vereinigung fällt. Dagegen äußerte sich der etwa Hartmannbund zurückhaltend: Es komme nun darauf an, wie angesichts hoher emotionaler Erwartungen der Vertrag gelebt werde.

Lesen Sie dazu auch:
Breites Echo auf neuen Hausärzte-Vertrag

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Bruch mit dem deutschen Verordnungssystem?

Eine Gesetzesänderung ermöglicht Ärzten seit kurzem, Cannabis zulasten der Kassen zu verschreiben. Der Patient bezieht Cannabis aus der Apotheke. Das neue Rechtskonstrukt sehen viele aber als "Systembruch". mehr »