Ärzte Zeitung, 29.10.2008

Neue Regeln für freiwillige Mitglieder in der GKV

BERLIN (ble). Nach der Einführung des Einheitsbeitrags von 15,5 Prozent für Pflichtmitglieder erreicht die Vereinheitlichung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) jetzt die freiwillig Versicherten.

Am Montag beschloss der Spitzenverband der über 200 gesetzlichen Krankenkassen eine einheitliche Bemessungsgrundlage für die Veranlagung dieser GKV-Mitglieder. Danach ist, wie vom Gesetzgeber gewünscht, ab 2009 einheitlich geregelt, wie, wann und in welcher Höhe die unterschiedlichen Einkunftsarten, etwa Einkünfte aus selbstständiger Arbeit, Miet-, Zins- und Kapitaleinkünfte, berücksichtigt werden. Hierfür mussten etwa 200 Satzungsregelungen zusammengeführt werden.

"Mit diesem Vorgehen wird für den freiwillig Versicherten die Beitragsbemessung transparenter und gerechter", teilte der GKV-Spitzenverband mit Sitz in Berlin nach der Entscheidung mit. Gleiche Sachverhalte führten künftig zum gleichen Ergebnis in der Beitragsbemessung, und zwar unabhängig davon, bei welcher Kasse der Versicherte ist.

Für einzelne Mitglieder ergäben sich dadurch geringere Beiträge, in der Tendenz lasse sich bereits heute feststellen, dass es für die zurzeit 4,5 Millionen freiwillig Versicherten nicht teurer werde. Zu diesen gehören in erster Linie hauptberuflich Selbstständige sowie Arbeitnehmer mit einem Gehalt oberhalb der Versicherungspflichtgrenze von zurzeit 48 150 Euro im Jahr.

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16606)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »