Ärzte Zeitung, 04.11.2008

Mehrheit will keine Änderungen bei Organspende

POTSDAM (ami). Die so genannte Widerspruchslösung bei Organspenden wird von mehr als der Hälfte der Menschen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern abgelehnt. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Bei der Widerspruchslösung muss man einer Organentnahme ausdrücklich widersprechen. In Deutschland dagegen muss der Organentnahme ausdrücklich zugestimmt werden. In Ländern mit Widerspruchsregelung gibt es deutlich mehr Organspenden.

Ein weiteres Ergebnis: 77 Prozent der Brandenburger stehen Organspenden positiv gegenüber, doch nur jeder zehnte besitzt einen Spendeausweis. Susanne Hertzer, TK-Chefin in Brandenburg, appellierte an die Bevölkerung, ihren Willen schriftlich zu dokumentieren. Das entlaste auch die Angehörigen bei der Entscheidung im Fall eines Unfalls oder einer schweren Erkrankung.

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