Ärzte Zeitung, 04.11.2008

Mehrheit will keine Änderungen bei Organspende

POTSDAM (ami). Die so genannte Widerspruchslösung bei Organspenden wird von mehr als der Hälfte der Menschen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern abgelehnt. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Bei der Widerspruchslösung muss man einer Organentnahme ausdrücklich widersprechen. In Deutschland dagegen muss der Organentnahme ausdrücklich zugestimmt werden. In Ländern mit Widerspruchsregelung gibt es deutlich mehr Organspenden.

Ein weiteres Ergebnis: 77 Prozent der Brandenburger stehen Organspenden positiv gegenüber, doch nur jeder zehnte besitzt einen Spendeausweis. Susanne Hertzer, TK-Chefin in Brandenburg, appellierte an die Bevölkerung, ihren Willen schriftlich zu dokumentieren. Das entlaste auch die Angehörigen bei der Entscheidung im Fall eines Unfalls oder einer schweren Erkrankung.

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16607)
Organspende (865)
Organisationen
TK (2283)
Krankheiten
Transplantation (2175)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »