Ärzte Zeitung, 26.02.2010

Unabhängige Beratung soll fortgesetzt werden

BERLIN (sun). Die Bundesregierung will die Unabhängige Patientenberatung (UPD) weiter ausbauen. Dazu müsse aber rasch die Finanzierungsfrage von der Politik geklärt werden, forderte der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU) am Donnerstag in Berlin. "Das Bekenntnis der Regierungskoalition ist bekannt: Eine unabhängige Beratung von Patienten soll ausgebaut werden", betonte Zöller. Die Beratung soll seiner Ansicht nach eine Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) werden.

Seit 2001 sind die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, Patientenberatung innerhalb eines Modellvorhabens zu fördern. Dieses Modell läuft zum Ende des Jahres aus.

Die UPD habe die Modellphase erfolgreich genutzt und gute Fortschritte erzielt. "Gleichwohl sehe ich strukturellen Verbesserungsbedarf. Kooperationen sollten weiter ausgebaut, Qualitätsstandards vereinheitlicht und der Zugang zur Beratung erleichtert werden", sagte Zöller. Die Ressourcen der UPD seien aber begrenzt, betonte K.-Dieter Voß vom GKV-Spitzenverband. "Wir geben zurzeit etwa fünf Millionen Euro jährlich für die Bundesgeschäftsstelle sowie die 22 regionalen Beratungsstellen aus. Bei diesen Kosten sollte es auch bleiben."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »