Ärzte Zeitung, 18.10.2010

Notarzteinsätze für Klinikärzte neu geregelt

STUTTGART (mm). Bereits 80 Prozent aller baden-württembergischen Krankenhäuser sind der Rahmenvereinbarung beigetreten, die die Vergütung des Notarzteinsatzes durch Klinikärzte und die Fort- und Weiterbildung von Krankenhausnotärzten im Rettungsdienst regelt.

Seit 1. Oktober 2010 können die neuen Preise mit den Krankenkassen abgerechnet werden. Die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft (BWKG), die Krankenkassenverbände und die Unfallversicherung hatten die neue Rahmenvereinbarung geschlossen. "Der zentrale Punkt der Vereinbarung ist, dass die Vergütung für die Einsätze der Notärzte verbessert werden konnte", macht der Vorstandsvorsitzende der BWKG, Thomas Reumann, deutlich.

Im Ergebnis erhalte das Krankenhaus für eine 24-stündige Einsatzbereitschaft nun eine Vorhaltepauschale von 480 Euro. Ab dem zweiten Einsatz gebe es außerdem eine Pauschale von je 72,50 Euro. Diese verbesserte Finanzierung bedeute für die meisten Krankenhäuser eine spürbare Entlastung.

Zusätzlich konnte laut Reumann erstmals die Finanzierung der Ausbildung der Notärzte geregelt werden. Bisher hätten die Krankenhäuser die Notärzte auf eigene Kosten ausbilden müssen. Mit der Rahmenvereinbarung werde nun eine Voraussetzung dafür geschaffen, dass mehr Notärzte ausgebildet werden könnten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »