Ärzte Zeitung, 07.12.2010

AOK sieht immer mehr OPs wegen Fettsucht mit Sorge

STUTTGART (mm). Immer mehr Menschen mit Fettsucht entscheiden sich für eine operative Behandlung. Nach Angaben der AOK Baden-Württemberg haben im vergangenen Jahr 188 adipöse Menschen, einen Eingriff vornehmen lassen, bei dem der Magen eingeengt wurde. Im Jahre 2008 wurden 136 AOK-Versicherte - also rund 40 Prozent weniger - operiert.

Diese Entwicklung beobachte die AOK "mit Sorge", so Vorstandsvize Dr. Christopher Hermann. Bevor eine Operation in Frage komme, müssten alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Dazu gehören beispielsweise ein ärztlich geleitetes Abnehmprogramm mit Bewegungstherapie und Herz-Kreislauf-Training sowie eine dauerhafte Änderung der Ess- und Bewegungsgewohnheiten.

Auch müsse geprüft werden, ob eine schwere seelische Störung vorliege. Etwa 50 Prozent der adipösen Patienten, die sich einem operativen Eingriff stellten, erfüllten die Kriterien einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung. Hermann sprach sich zudem für eine verpflichtende Qualitätssicherung von operativen Adipositaszentren aus.

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