Freitag, 18. April 2014
Ärzte Zeitung, 18.01.2013

Kinderwunsch

Nordosten zieht bei IvF-Förderung mit

Bund wirbt bei den Ländern für die IvF-Förderung. Jetzt ist auch Mecklenburg-Vorpommern dabei.

NEU-ISENBURG. Das Bundesfamilienministerium hat ein weiteres Land überzeugen können, die Förderrichtlinie für die In-vitro-Fertilisation (IvF) zu unterzeichnen.

Als viertes Bundesland wird Mecklenburg-Vorpommern eine "Verwaltungsvereinbarung" unterzeichnen, erklärte der Sprecher von Ministerin Manuela Schwesig (SPD) auf Anfrage der "Ärzte Zeitung".

Damit bestätigte er eine Ankündigung von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) über den Nachrichtendienst Twitter. Das Land stellt dafür rückwirkend zum 1. Januar 180.000 Euro bereit.

Kurz vor dem Jahreswechsel hatte auch Niedersachsen erklärt, die Förderrichtlinie des Bundes zu unterzeichnen. Die bereits bestehenden IvF-Programme in Sachsen und Sachsen-Anhalt sollen demnächst angepasst werden. Baden-Württemberg hatte eigene IvF-Pläne bereits abgelehnt.

Die Förderrichtlinie des Bundes , die seit April 2012 in Kraft ist, sieht vor, dass für die ersten drei Versuche die Kassen 50 Prozent der Kosten übernehmen, Paare 25 Prozent und Bund und Länder je 12,5 Prozent.

Dafür stellt der Bund seit 2010 jährlich rund zehn Millionen Euro bereit - die Gelder wurden noch nie abgerufen. Der Bund knüpft seine Zahlung an die der Länder.

Die Ländergesundheitsminister hatten angesichts knapper Haushalte in der "Saarbrücker Erklärung" gefordert, dass der Bund auch ohne die Länder die Kosten übernehemn soll.

Für das fehlende Achtel sollten die Kassen aufkommen. Das lehnt der Bund ab. "Es sollte im Sinn der Länder sein, auch ihren Anteil zu leisten", sagte eine Sprecherin des Bundesfamilienministeriums zur "Ärzte Zeitung". (bee)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Neuer Wirkstoff: Ein kleines Molekül stoppt Masern

Ein neues Molekül könnte bald Masern bei Ungeimpften stoppen. Zumindest bei Tieren klappt das ganz gut - mit einer Tablette und bei einem Masern-ähnlichen Virus. mehr »

Westafrika: Ebola-Ausbruch geht auf Kind zurück

Über 200 Erkrankte und 121 Tote: Der Ebola-Ausbruch in Westafrika wird wohl langsam eingedämmt. Eine erste Analyse zeigt jetzt: Ein Kind hat die Erkrankungswelle verursacht. Und: Das Virus ist parallel entstanden. Außerdem haben die Forscher den Weg des Ausbruchs nachgezeichnet. mehr »

Kinderklinik "Auf der Bult": "Haben Kind nicht abgewiesen"

Aufregung um das Kinderkrankenhaus "Auf der Bult": Ihm wird unterstellt, ein schwer­krankes Kind an der Pforte weggeschickt zu haben. Jetzt stellt der Ärztliche Direktor klar: Weder die ghanaische Mutter noch der Säugling wurden abgewiesen. mehr »