Ärzte Zeitung, 27.05.2013

Forsa-Umfrage

Nur jeder Zehnte sieht Trend zu Klassenmedizin

HAMBURG. Die meisten Deutschen sehen keinen Trend zu einer Zweiklassenmedizin. Nur neun Prozent von 1005 Befragten kritisieren in einer repräsentativen Forsa-Umfrage eine solche Entwicklung.

Sechs Prozent prangern in der von der IKK classic in Auftrag gegebenen Studie eine angeblich "übermäßige Profitorientierung der Ärzte" an, 14 Prozent fordern eine gleiche Behandlung für alle Patienten.

85 Prozent halten die Vergabe kurzfristiger Arzttermine für wichtig - und 78 Prozent sind mit der Terminvergabe in den Praxen auch zufrieden. Insbesondere ältere Menschen legen den Umfrageergebnissen zufolge großen Wert auf eine schnelle Terminvergabe.

Für die IKK widerlegen die Umfrageergebnisse den Vorwurf zu langer Wartezeiten und vermeintlicher Zweiklassenmedizin. "Offensichtlich klafft eine Lücke zwischen der öffentlichen Wahrnehmung und der Realität", sagte Peter Rupprecht von der IKK classic.

Weiterhin meinen neun Prozent, dass mehr auf eine flächendeckende Versorgung in allen Regionen geachtet werden sollte.Hier zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede in den Regionen: nur drei Prozent der Großstädter fordern eine bessere Versorgung in der Fläche, in Mittelstädten zwölf Prozent und in den Kleinstädten zehn Prozent. (di)

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16600)
Organisationen
IKK (846)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Epidemiologische Kaffeesatzleserei?

Verursacht oder verhindert der Konsum von Kaffee Krankheiten? Die Klärung solcher Fragen zur Ernährung ist methodisch ein richtiges Problem. mehr »

Trotz Budgetierung gute Chancen auf Mehrumsatz

Seit vier Jahren steht das hausärztliche Gespräch als eigene Leistung im EBM (03230) . Immer wieder ist daran herumgeschraubt worden. mehr »

Erstmals bekommt ein Kind zwei Hände verpflanzt

Ein achtjähriger Junge mit einer tragischen Krankheitsgeschichte bekommt zwei neue Hände. Die Op ist ein voller Erfolg: Anderthalb Jahre später kann er schreiben, essen und sich selbstständig anziehen. mehr »