Ärzte Zeitung online, 06.11.2013

Wasem prohezeit

GKV und PKV werden nicht zusammenwachsen

Der Gesundheitsökonom Jürgen Wasem geht davon aus, dass auch langfristig zwei Krankenversicherungssysteme bestehen bleiben. Der Grund: Die Konvergenz von GKV und PKV hat Grenzen.

Von Ilse Schlingensiepen und Herbert Fromme

GKV und PKV werden nicht zusammenwachsen

Die PKV hat einige Baustellen, die es nach Meinung von Professor Jürgen Wasem zu schließen gilt.

© N-Media-Images / fotolia.com

KÖLN. In den kommenden Jahren werden sich nach Ansicht des Gesundheitsökonomen Professor Jürgen Wasem die gesetzliche und die private Krankenversicherung weiter annähern.

Zu einem schleichenden Zusammenwachsen wird es aber nicht kommen. "Ich gehe davon aus, dass es zwei unterschiedliche Systeme bleiben werden", sagt Wasem der "Ärzte Zeitung."

Nach seiner Einschätzung sind die Unterschiede zwischen GKV und PKV nach wie vor zu groß.

Fundamentale Unterschiede

Er verweist auf fundamental unterschiedliche Prinzipien wie Kapitaldeckung versus Umlageverfahren, Individualversicherung versus Familienversicherung und risikobezogene Annahmepolitik versus Kontrahierungszwang.

"Diese Unterschiede können sie auf dem Weg der kleinen Schritte nicht überwinden. Dafür bräuchte man einen Kraftakt des Gesetzgebers."

Die künftige Gestaltung der Krankenversicherung und die Zukunft der PKV sind Thema der Arbeitsgruppe Gesundheit bei den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD.

Nach Wasems Einschätzung muss es darum gehen, die PKV zukunftsfähiger zu machen und vorhandene Baustellen zu beseitigen.

Welche das sind, und wie die Lösungen nach Wasems Ansicht aussehen könnten, erfahren Sie, wenn Sie diesen Text exklusiv in unserer App-Ausgabe vom 6.11.2013 weiterlesen.

Jetzt auch auf Android lesen ...Jetzt gleich lesen ...

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »