Ärzte Zeitung, 25.11.2013

IKK Brandenburg

Option auf Zweitmeinung vor Operation

POTSDAM. Versicherte der IKK Brandenburg und Berlin mit einem orthopädischen Erstbefund für eine geplante Operation (OP) können ihre Diagnose und OP-Indikation gezielt durch eine zweite ärztliche Meinung absichern lassen.

Das sieht ein Vertrag der IKK mit der Potsdamer Oberlinklinik vor. Er gilt für Patienten mit OP-Indikation an Knie- oder Hüftgelenk, an Wirbelsäule oder Schulter.

Orthopäden und Physiotherapeuten der Oberlinklinik laden den IKK-Versicherten gemeinsam zum Zweitmeinungstermin ein.

Auf Basis der persönlichen Befragung und Untersuchung und der vorliegenden Unterlagen zum Erstbefund prüfen sie, ob eine ambulante Behandlung (Physiotherapie) bereits ausgeschöpft ist oder eine Operation eventuell verzögern oder sogar ersetzen könnte.

Der Patient erhält zum Abschluss des Zweitmeinungsverfahrens eine individuelle Behandlungsempfehlung, die aber laut der Krankenkasse nicht bindend ist.

Die IKK erstattet den Versicherten zudem 30 Euro Prämie als Bonus für eine fallbezogene Krankenhausberatung. Auch der behandelnde Arzt, der den Erstbefund erstellt hat, geht nicht leer aus.

Er erhält aus der Vereinbarung eine Aufwandsentschädigung für einen Kurzbericht und für die Weiterleitung wichtiger bisheriger Behandlungsergebnisse. (ami)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Schelte für die SPD und die Bürgerversicherung

Bei der Eröffnung des 120. Deutschen Ärztetags nahm BÄK-Präsident Montgomery die Gerechtigkeitskampagne der SPD ins Visier. Lob gab es hingegen für Gesundheitsminister Gröhe. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »