Ärzte Zeitung online, 11.11.2015

Petitionsausschuss

Bundestag sieht externe Berater mit Skepsis

BERLIN. Der Petitionsausschuss des Bundestags sieht beim Einsatz externer Hilfsmittelberater von gesetzlichen Kassen Handlungsbedarf. Am Mittwoch überwies der Ausschuss eine entsprechende Petition an das Bundesgesundheitsministerium. Kassen könnten "in geeigneten Fällen" die Erforderlichkeit eines Hilfsmittels durch den MDK prüfen lassen.

Paragraf 197b SGB V gebe aber vor, dass Kassen Aufgaben durch Dritte nur dann wahrnehmen lassen dürfen, wenn es im "wohlverstandenen Interesse" des Versicherten liegt. Bereits 2011 hätten Bund und Länder in einem Papier festgehalten, externe Hilfsmittelberater seien im Einzelfall nur dann zulässig, wenn Kassen und MDK keine zeitnahe Prüfung vornehmen können und der Versicherte der Beauftragung zugestimmt hat.

Das Bundesversicherungsamt (BVA) vertritt die Auffassung, es gebe aktuell "keine gesetzliche Grundlage" für den Einsatz externer Berater. "Toleriert" werden diese vom BVA nur zur Beurteilung "technischer Fragen" eines Hilfsmittels, wenn keine Kontaktaufnahme zum Versicherten erfolgt. (fst)

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16334)
Recht (11873)
Organisationen
BVA (436)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Psychotherapie-Richtlinie steht vor holprigem Start

Der Start der neuen Psychotherapie-Richtlinie am 1. April löst bei den Beteiligten keine Begeisterung aus. Die Kritik überwiegt. Lesen Sie die aktuellen EBM-Ziffern. mehr »