Ärzte Zeitung, 30.08.2016

Schleswig-Holstein

TK fordert erleichterte Telemedizin

KIEL. Die Techniker Krankenkasse (TK) in Schleswig-Holstein fordert, dass Regelungen zur Fernbehandlung auch in Schleswig-Holstein gelockert werden.

Sie hofft, dass damit mehr telemedizinische Leistungen möglich werden. Als Beispiele führt sie Erstkontakte an, die online oder per Telefon zwischen Arzt und Patient stattfinden. In einem "kontrollierten Rahmen" sollten neue telemedizinische Angebote ausprobiert werden, fordert die Kasse.

Grund: Insbesondere in ländlichen Regionen könnte damit ein Beitrag zur Patientenversorgung geleistet werden. Allerdings müsste die Landesärztekammer dafür ihre Berufsordnung ändern.

Die Ärztekammer Schleswig-Holstein zeigte sich aufgeschlossen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Präsident Dr. Franz Bartmann verwies auf die Ergänzung der Berufsordnung in Baden-Württemberg, wonach unter definierten Kriterien in einem Modellprojekt Erstkontakt und Behandlung ohne vorherigen physischen Kontakt erfolgen könnten.

Voraussetzung ist unter anderem ein valides Evaluationskonzept, um rechtzeitig gegensteuern zu können. (di)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Bundestag macht den Weg frei für Cannabis auf Rezept

13:12Ärzte können Hanf als verschreibungspflichtiges Medikament verordnen. Nach jahrelanger Debatte hat das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu geregelt. Krankenkassen müssen die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »