Ärzte Zeitung, 05.09.2016

Kassenfinanzierung

SPD-Fraktion will Rückkehr zur Parität

BERLIN. Die SPD bereitet auf allen Ebenen einen Kurswechsel in der Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen vor. Am Freitag hat sich die Bundestagsfraktion der Sozialdemokraten in Berlin darauf geeinigt, im bevorstehenden Bundestagswahlkampf für die Rückkehr zu einer von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu gleichen Teilen getragenen Finanzierung der Kassenbeiträge zu streiten. Zuvor hatte bereits Parteichef Sigmar Gabriel die Genossen auf diesen Kurs eingeschworen.

"Der einseitig von den Versicherten zu tragende Zusatzbeitrag muss abgeschafft werden", formulierten die Abgeordneten der SPD im Anschluss an ihre zweitägige Klausursitzung. Derzeit liegt dieser Zusatzbeitrag bei durchschnittlich 1,1 Prozent. Der Arbeitgeberbeitrag ist bei 7,3 Prozent eingefroren.

Der Spitzenverband der Krankenkassen hat in ersten Prognosen eine Erhöhung des Beitragssatzes um 0,2 bis 0,3 Prozent angekündigt. Kassenvertreter können sich aber vorstellen, dass gute Konjunktur und hohe Beschäftigung den Anstieg zumindest für das Wahljahr 2017 bremsen könnten. (af)

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16602)
Personen
Sigmar Gabriel (99)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »