Bürgerversicherung

Bundesrat weist Vorstoß zur Parität zurück

Veröffentlicht:

BERLIN. Der Bundesrat hat eine Entschließung durchfallen lassen, in der erste Schritte Richtung Bürgerversicherung gefordert werden. Der Antrag von Thüringen und Berlin fand am Freitag keine Mehrheit in der Länderkammer.

Darin wird gefordert, Beamten einen "freiwilligen, bezahlbaren Zugang zur GKV" zu ermöglichen. Die rund 1,7 Millionen Beamten erhalten bisher – anders als Angestellte – keinen Zuschuss zu ihrer Krankenversicherung. Viele von ihnen würden sich aber lieber in der GKV versichern, sagte Heike Werner (Linke), Gesundheitsministerin in Thüringen.

Zudem wird vorgeschlagen, den Mindestbetrag, den Selbstständige für die GKV zahlen müssen, zu halbieren. Die Gruppe der Solo-Selbstständigen müsse im Schnitt 46 Prozent ihres Einkommens für die GKV aufwenden, so Werner. In der Entschließung wird außerdem dafür plädiert, zur paritätischen Finanzierung in der GKV zurückzukehren.

Der Deutsche Ärztetag hat erst kürzlich in Freiburg klar Position gegen die Bürgerversicherung gezogen. "Die Bürgerversicherung ist viel ungerechter als unser heutiges System. Käme sie, gäbe es sofort einen riesigen Markt für zusätzliche Gesundheitsleistungen und zusätzliche Versicherungen", sagte Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery bei der Eröffnung .(fst)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Gemeinsame Petition

Recht auf Gesundheit soll ins Grundgesetz

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Datenschutz im Praxisalltag

ePA 2026: Schutzlücken bleiben – wie sie im Alltag umschifft werden können

Differenzialdiagnosen im Blick

Hängendes Augenlid – Schauen Sie auch auf die Pupillen!

Lesetipps
Symbol für Augenspülung und Notfall-Augenspülvorrichtung für Chemieunfälle.

© navintar / stock.adobe.com

Neue S1-Leitlinie

Verätzung am Auge: Erst spülen, und dann?

Ein älterer Mann muss stark husten und hält eine Hand auf seine Brust.

© Getty Images

Infektionsmanagement

Keuchhusten: Was bei der Behandlung Erwachsener wichtig ist