Kammervertreter

E-Karte für Flüchtlinge ist sinnvoll

Für eine elektronische Gesundheitskarte und  gegen die gängigen Methoden zur Altersbestimmung von unbegleiteten jugendlichen Asylbewerbern - das ist die Haltung der Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg.

Veröffentlicht:

STUTTGART. Flüchtlinge sollten bei ihrer Ersterfassung eine elektronische Gesundheitskarte erhalten, und zwar unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus. Dafür hat sich die Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg ausgesprochen.

Die bisher nötige Einzelbeantragung eines Behandlungsscheins verhindere eine zeitnahe Patientenversorgung, heißt es in einer Entschließung. Die Vertreter wandten sich zudem gegen die gängigen Methoden zur Altersbestimmung von unbegleiteten jugendlichen Asylbewerbern.

Dazu gehören etwa radiologische Untersuchungen des Handwurzelknochens oder des Zahnstatus. "Dafür gibt es keine medizinische Indikation", urteilten die Kammer-Vertreter.

In einem weiteren Beschluss wird der Bundesgesetzgeber aufgefordert, keine neuen gesetzlichen Regeln für den assistierten Suizid zu beschließen - weder im Strafgesetzbuch, noch im Bürgerlichen Gesetzbuch. Die geltenden Regelungen seien "ausreichend".

In der Begründung heißt es, dem säkularen Staat stehe eine moralische Bewertung des Suizids nicht zu: "Auf strafrechtliche Regelungen sollte deshalb gänzlich verzichtet werden." (fst)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Beschluss des Bundestags

Lebendorganspende: Gesetzgeber macht Überkreuzspenden möglich

Das könnte Sie auch interessieren
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Asthma, COPD und Co.

Acht Fehler bei der Inhalationstherapie – und wie es richtig geht

Lesetipps
Diabetischer Fuß mit Ulkus

© Brauer / stock.adobe.com

Innovative Therapieansätze

Mit Fischhaut gegen den diabetischen Fuß

Eine Blutprobe zur Bestimmung von vier kardiovakulären Schlüsselmarkern.

© Henrik Dolle / stock.adobe.com

Verdacht auf Myokardinfarkt

Wenn erhöhte Troponine täuschen und es kein Herzinfarkt ist