Ärzte Zeitung, 31.07.2015

Kammervertreter

E-Karte für Flüchtlinge ist sinnvoll

Für eine elektronische Gesundheitskarte und  gegen die gängigen Methoden zur Altersbestimmung von unbegleiteten jugendlichen Asylbewerbern - das ist die Haltung der Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg.

STUTTGART. Flüchtlinge sollten bei ihrer Ersterfassung eine elektronische Gesundheitskarte erhalten, und zwar unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus. Dafür hat sich die Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg ausgesprochen.

Die bisher nötige Einzelbeantragung eines Behandlungsscheins verhindere eine zeitnahe Patientenversorgung, heißt es in einer Entschließung. Die Vertreter wandten sich zudem gegen die gängigen Methoden zur Altersbestimmung von unbegleiteten jugendlichen Asylbewerbern.

Dazu gehören etwa radiologische Untersuchungen des Handwurzelknochens oder des Zahnstatus. "Dafür gibt es keine medizinische Indikation", urteilten die Kammer-Vertreter.

In einem weiteren Beschluss wird der Bundesgesetzgeber aufgefordert, keine neuen gesetzlichen Regeln für den assistierten Suizid zu beschließen - weder im Strafgesetzbuch, noch im Bürgerlichen Gesetzbuch. Die geltenden Regelungen seien "ausreichend".

In der Begründung heißt es, dem säkularen Staat stehe eine moralische Bewertung des Suizids nicht zu: "Auf strafrechtliche Regelungen sollte deshalb gänzlich verzichtet werden." (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »