Ärzte Zeitung, 26.01.2015

Hamburg

ÖGD behält das Sagen beim Schularzt-Dienst

HAMBURG. Der schulärztliche Dienst in Hamburg wird nicht aus der Hand des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) gegeben.

Auch Einsparungen sind nicht geplant - diese Zusicherung machte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD), nachdem die Ärztekammer über entsprechende Überlegungen berichtet und vor möglichen Folgen dieses Einschnitts gewarnt hatte.

Prüfer-Storcks sprach von einer "Falschinformation" der Ärztekammer. Die Senatorin sagte: "Der schulärztliche Dienst dient der gesundheitlichen Vorsorge für Kinder. Gerade diese Vorsorge und den Kinderschutz wollen wir in Hamburg auch durch unsere Anstrengungen in den frühen Hilfen weiter ausbauen."

Offen sei die Behörde für Überlegungen, bei Personalengpässen den ÖGD durch Honorarkräfte zu unterstützen.

In Hamburg werden jährlich rund 16.000 Kinder vor der Einschulung durch Ärzte des ÖGD untersucht. Daneben gibt es auch eine umfassende Beratung der Familien, eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen, Kinderärzten und therapeutischen Einrichtungen der Stadt und eine langjährige Begleitung vieler Kinder.

Kammerpräsident Professor Frank Ulrich Montgomery bezeichnete den schulärztlichen Dienst als "entscheidendes und somit unverzichtbares Glied in der Kette derer, die für ein gesundes Aufwachsen der Hamburger Kinder verantwortlich und zuständig sind". (di)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »