Ärzte Zeitung, 25.11.2015

LÄK Hessen

Gerechte Bezahlung im ÖGD gefordert

BAD NAUHEIM. Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer (LÄK) Hessen kritisiert, dass die Qualität der Arbeit der Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) bislang keinen Niederschlag in ihren tariflichen Arbeits- und Entgeltbedingungen finde.

Der ÖGD sei eine unverzichtbare Säule der Gesundheitsversorgung, betonten die Delegierten nach der nicht öffentlichen Sitzung in einer Mitteilung. Seine Bedeutung zeige sich nicht zuletzt bei der Betreuung von Flüchtlingen.

Die öffentlichen Arbeitgeber wurden daher aufgefordert, "ihre Verweigerungshaltung aufzugeben und mit dem Marburger Bund einen arztspezifischen Tarifvertrag für die Ärztinnen und Ärzte im ÖGD abzuschließen".

"Die Verweigerungshaltung der öffentlichen Arbeitgeber und das Festhalten an einer unattraktiven tariflichen Zuordnung der Ärzte im ÖGD haben inzwischen zu erheblichen Besetzungsschwierigkeiten geführt", heißt es in der Mitteilung. So sei etwa die Position der Leitung im Gesundheitsamt Wiesbaden seit mehr als einem Jahr nicht zu besetzen.

Das Ärzteparlament unterstrich seine Forderung mit dem Hinweis darauf, dass die Gesundheitsministerkonferenz mit Beschlüssen aus 2010 und 2013 bereits die Bedeutung des ÖGD festgestellt hatte. (jk)

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