Organe erhalten, Transplantate besser schützen!

WIESBADEN (gvg). Weil Spenderorgane knapp sind, müssen Transplantate möglichst lange halten. Jetzt gibt es einen neuen Proteom-Assay im Urin, mit dem nach hämatologischer Stammzelltransplantation eine drohende Graft-versus-Host-Reaktion erkannt werden kann.

Veröffentlicht:

Das berichtete Professor Michael Manns von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bei einer DGIM-Presseveranstaltung zu internistischen Sonderforschungsbereichen (SFB). "Das funktioniert lange vor den ersten Symptomen." Inzwischen läuft in Hannover eine klinische Studie, in der Patienten mit entsprechende Proteom-Muster präventiv mit Steroiden behandelt werden.

Ein anderer Ansatz zielt darauf ab, bei Transplantatempfängern T-Zellen zu applizieren, um das Organ auf diese Weise gewissermaßen immunologisch zu unterstützen. Durch eine Applikation von regulatorischen T-Zellen könnte beispielsweise eine GvH-Reaktionen verhindert werden. Denkbar sei auch der Einsatz spezifischer T-Lymphozyten gegen Infektionskrankheiten, die das transplantierte Organ gefährden, so Manns.

Noch vor der Transplantation setzt ein zweiter SFB an, der sich mit der Fibrosierung und Vernarbung von Leber und Niere beschäftigt und der darauf abzielt, Fibrosierungsprozesse zu verhindern oder rückgängig zu machen. Wie Professor Christian Trautwein vom Universitätsklinikum Aachen berichtete, sei ein erstes Signalmolekül im Patentverfahren. Es könnte bei Hypertoniepatienten mit Nierenbeteiligung die Progression der Nephrosklerose bremsen und damit dazu beitragen, dass das Organ länger überlebt.

Lesen Sie dazu auch: Sonderforschungsbereiche - Ein Novum beim Kongress

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Wundheilung

Ulcus cruris venosum: Was für die Kompressionstherapie wichtig ist

Lesetipps
3D-Illustration einer Lunge mit Tumor.

© Sebastian Kaulitzki - stock.adobe.com

Deutschland

Sterblichkeit wegen Krebs in nahezu allen Altersgruppen rückläufig

MFA und verärgerter Patient

© LIGHTFIELD STUDIOS / stock.adobe.com

Tipps fürs Patientengespräch

Wie Sie schwierigen Patienten den Wind aus den Segeln nehmen