Ärzte Zeitung, 31.05.2013

Tag der Organspende

Aktion erinnert an geschenkte Lebensjahre

Patientenverein appelliert an Organempfänger, am Freitag zur zentralen Veranstaltung nach Essen zu kommen.

DÜSSELDORF. Für die zentrale Veranstaltung zum Tag der Organspende am 1. Juni in Essen planen Betroffene eine besondere Aktion.

Das kündigte Egbert Trowe vom Vorstand des Vereins Lebertransplantierte Deutschland an: "Wir fordern alle Organtransplantierten auf, nach Essen auf den Willy-Brandt-Platz zu kommen und ein Plakat hochzuhalten, auf dem die Zahl der durch die Organspende geschenkten Lebensjahre steht."

Die so eindrücklich dokumentierte Bedeutung der Organspende für kranke Menschen soll in einem Foto festgehalten werden. Trowe veranschaulichte die Dimensionen: Bei einem Treffen hätten 66 Patienten die durch die Organspende gewonnenen Jahre zusammengezählt und seien auf 603 gekommen. "Die Spanne reichte von zwei Jahren bis 28 Jahre."

Auf dem Willy-Brandt-Platz findet ein "Marktplatz fürs Leben" statt. Dort wollen Patientenorganisationen über das Thema informieren und aufklären, sagte Trowe. Der Aktionstag steht unter der Schirmherrschaft der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD).

Vorgesehen sind unter anderem Grußworte von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) und Rudi Völler, Sportdirektor von Bayer 04 Leverkusen.

Den Fragen von Interessierten stellen werden sich Professor Eckhard Nagel, Ärztlicher Direktor der Uniklinik Essen, Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein und Chef des Marburger Bundes, sowie Dr. Ulrike Wirges, die Geschäftsführende Ärztin der Stiftung Organtransplantation in Nordrhein-Westfalen. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »