Ärzte Zeitung, 23.03.2011

Kabinett verabschiedet Gesetz zur Pflegezeit

BERLIN (bee). Das Bundeskabinett hat ein Gesetz zur Familienpflegezeit von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) verabschiedet. Das neue Gesetz soll es Angehörigen von Pflegebedürftigen ermöglichen, die häusliche Pflege mit dem Beruf zu vereinbaren.

Mit einer Zeitkontenregelung sollen Angehörige maximal zwei Jahre ihre Arbeitszeit um 50 Prozent reduzieren können. Um finanzielle Einbußen abzufedern, sollen sie während dieser Zeit 75 Prozent des vorherigen Gehaltes bekommen.

Kritiker sehen besonders die Frist von zwei Jahren als zu kurz: Viele Pflegebedürftige benötigen eine Betreuung von etwa sechs bis sieben Jahren.

In Deutschland gib es 2,38 Millionen Menschen, die Leistungen aus der Pflegeversicherung beziehen. Davon werden rund 1,6 Millionen Menschen von Angehörigen und ambulanten Diensten zu Hause gepflegt.

Topics
Schlagworte
Pflege (4525)
Personen
Kristina Schröder (140)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »