Ärzte Zeitung, 05.05.2011

Kampagne gegen schlechtes Image der Pflegeberufe

HANNOVER (cben). Die norddeutschen Bundesländer haben eine Imagekampagne für die Pflegeberufe gestartet: "Wir wollen junge Menschen für Pflegeberufe begeistern", sagte Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan.

Kern der Kampagne ist die Internetseite: www.zeig-deine-pflegestärken.de. Unter anderem mit locker präsentierten Informationen, dem "Pflege-Game", einem Computer-Pflegespiel und einer Online-Lehrstellen-Börse wollen die Initiatoren das schlechte Image der Pflegeberufe aufhellen.

"Pflegeberufe haben viel zu bieten", so Özkan. "Sie sind abwechslungsreich und krisensicher, mit vielfältigen Schwerpunktsetzungen bieten sie Entwicklungsmöglichkeiten über spezielle Fachweiterbildungen bis zum Studium und in Führungspositionen." 

Die Kampagne der Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern basiert auf einer repräsentativen Studie, die das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen im Auftrag des Norddeutschen Zentrums zur Weiterentwicklung der Pflege in Kiel (NDZ) in den Jahren 2009 und 2010 erstellt hat.

Erhoben wurden unter anderem die Kriterien der Berufswahlentscheidung Jugendlicher, das Wissen über die Pflegeberufe bei Jugendlichen und ihren Eltern sowie die Zufriedenheit von Pflege-Auszubildenden mit ihrer  Berufswahlentscheidung.

Im Zuge der Studie sei aufgefallen, dass Schüler, Eltern und Lehrer nur wenige oder sogar falsche Informationen über die  Pflegeberufe haben und diese Berufe deshalb nur selten in die engere Wahl kommen, hieß es zur Begründung der Kampagne.

Topics
Schlagworte
Pflege (4608)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

KBV und Psychotherapeuten kritisieren Honorarbeschluss

BERLIN. Der erweiterte Bewertungsausschuss hat am Mittwochnachmittag gegen die Stimmen der KBV einen Beschluss zur Vergütung der neuen psychotherapeutischen Leistungen gefasst. mehr »