Ärzte Zeitung, 11.10.2012

Intensivpflege

Plädoyer für Konferenz mit Angehörigen

HAMBURG (eb). Sollte die Therapie begrenzt oder abgebrochen werden? Macht eine Wiederbelebung noch Sinn?

Plädoyer für Konferenz mit Angehörigen

"In diesen Grenzsituationen dauert es durch Brüche in der Kommunikation zwischen Ärzten, Pflegenden und Angehörigen häufig lange, bis der Prozess der Entscheidungsfindung abgeschlossen ist - ein Riesen-Zeitaufwand", kritisiert Stefanie Bartzok, Pflegefachkraft für Onkologie am Universitären Cancer-Center Hamburg (UCCH) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE).

Auf dem 10. Gesundheitspflege-Kongress am 26. und 27. Oktober in Hamburg, veranstaltet von Springer Medizin, wird die Pflegeexpertin über die Einrichtung einer Angehörigenkonferenz berichten - ein Konzept aus der Intensivmedizin, das sie auf die onkologischen Stationen am UCCH übertragen möchte.

In einer Angehörigenkonferenz kommen in Notfällen alle beteiligten Berufsgruppen - Ärzte, Pflegende, Psychoonkologin gegebenenfalls Sozialarbeiter und Seelsorgerin - mit den Angehörigen zusammen, um sich gemeinsam auf ein Vorgehen zu einigen.

Stefanie Bartzok: "So kann man die vielen Einzelgespräche bündeln und den Behandlungsplan sichern."

Anmeldung zum Fachkongress:

www.heilberufe-kongresse.de oder bei Andrea Tauchert, Tel. 030/82787-5512, andrea.tauchert@springer.com

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