Ärzte Zeitung, 29.11.2012

Nordrhein-Westfalen

Mehr Qualität beim Wohnen für Alte

KÖLN. Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) hat die Entwicklung demenzfreundlicher Wohnquartiere gefordert. Das sei eine der zentralen Herausforderungen einer zukunftsorientierten Pflegepolitik.

"Statt die Diskussion über ein menschenwürdiges Abschieben von Demenzerkrankten ins außereuropäische Ausland mit billigeren Pflegeeinrichtungen zu führen, ist es unsere moralische Pflicht, auch Menschen mit Demenz den Wunsch nach einem Altern in Würde in vertrauter Umgebung zu ermöglichen", sagte Steffens anlässlich des Symposiums "Demenzfreundliche Kommune" der Alzheimergesellschaft NRW.

In Nordrhein-Westfalen lebten schon heute 300.000 Menschen mit Demenz, die Tendenz sei stark steigend.

"Für diese Menschen müssen wir Quartiere gestalten, in denen Barrierefreiheit, Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige, professionelle Pflegeangebote, soziale Begleitung und kleine, dezentrale Wohn- und Pflegeangebote selbstverständlich und vernetzt sind", sagte die Ministerin Steffens.

Die Entwicklung solcher Quartiere müsse im Kopf beginnen, forderte sie. "Es muss einfach normal sein, wenn hin und wieder offensichtlich orientierungslose Menschen im Wohnumfeld auftauchen." (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Bundestag macht den Weg frei für Cannabis auf Rezept

13:12Ärzte können Hanf als verschreibungspflichtiges Medikament verordnen. Nach jahrelanger Debatte hat das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu geregelt. Krankenkassen müssen die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »