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Nordrhein-Westfalen

Mehr Qualität beim Wohnen für Alte

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KÖLN. Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) hat die Entwicklung demenzfreundlicher Wohnquartiere gefordert. Das sei eine der zentralen Herausforderungen einer zukunftsorientierten Pflegepolitik.

"Statt die Diskussion über ein menschenwürdiges Abschieben von Demenzerkrankten ins außereuropäische Ausland mit billigeren Pflegeeinrichtungen zu führen, ist es unsere moralische Pflicht, auch Menschen mit Demenz den Wunsch nach einem Altern in Würde in vertrauter Umgebung zu ermöglichen", sagte Steffens anlässlich des Symposiums "Demenzfreundliche Kommune" der Alzheimergesellschaft NRW.

In Nordrhein-Westfalen lebten schon heute 300.000 Menschen mit Demenz, die Tendenz sei stark steigend.

"Für diese Menschen müssen wir Quartiere gestalten, in denen Barrierefreiheit, Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige, professionelle Pflegeangebote, soziale Begleitung und kleine, dezentrale Wohn- und Pflegeangebote selbstverständlich und vernetzt sind", sagte die Ministerin Steffens.

Die Entwicklung solcher Quartiere müsse im Kopf beginnen, forderte sie. "Es muss einfach normal sein, wenn hin und wieder offensichtlich orientierungslose Menschen im Wohnumfeld auftauchen." (iss)

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