Ärzte Zeitung online, 17.01.2014

Rheinland-Pfalz

Minister fordert Korrekturen am Pflege-TÜV

MAINZ. Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Alexander Schweitzer (SPD) hat eine Verbesserung des Pflege-TÜV gefordert, also der Bewertung von Pflegeheimen.

"Es ist kein guter Zustand, dass wir Pflegenoten haben, deren Aussagekraft zweifelhaft sind", sagte der Vorsitzende der Sozialministerkonferenz der Länder. Denn die Träger und die Pflegekassen legten selbst fest, welche Kriterien sie für die eigenen Beurteilungen heranziehen.

"Das ist ein bisschen so, als wenn Sie zwei Fußballmannschaften darüber entscheiden lassen, wann welche Mannschaft eine gelbe oder sogar rote Karte bekommt. Das führt in der Regel dazu, dass sie sich gar keine oder extrem viele gelbe und rote Karten geben», kritisierte Schweitzer.

«Ich möchte neue Kriterien einfügen, die pflegewissenschaftlich abgesichert sind, um damit die Qualität der Leistungen transparent bewerten zu können. Darauf haben die Bewohner der Einrichtungen und die Angehörigen einen Anspruch."

Bei der Bewertung geht es um die Pflegeversorgung, den Umgang mit Demenzkranken, die soziale Betreuung, Wohnen und Hygiene. Die Kriterien der sogenannten Transparenzrichtlinie wurden im vergangenen Jahr überarbeitet.

Allerdings können Pflegeheime anhand des großen Fragenkatalogs auch dann eine gute Note bekommen, wenn sie Defizite bei der Pflegeversorgung haben. (dpa)

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