Direkt zum Inhaltsbereich

Ausländische Pflegekräfte

Westerfellhaus kritisiert "falsche Reihenfolge"

Chinesische und spanische Fachkräfte für Deutschlands Pflege? Der Präsident des Deutschen Pflegerats sieht die Republik damit auf dem falschen Weg: Er kritisiert die verkehrte Reihenfolge.

Veröffentlicht:

BERLIN. Der Präsident des Deutschen Pflegerates, Andreas Westerfellhaus, hat die Anwerbung von ausländischen Pflegekräften als falschen Weg kritisiert. Er habe "ganz schwere Kritik an der Reihenfolge", sagte er im Video-Interview mit der "Ärzte Zeitung" auf dem ersten Deutschen Pflegetag in Berlin.

Westerfellhaus verlangte, zunächst die Arbeitsbedingungen für die 1,2 Millionen Pflegekräfte in Deutschland zu verbessern. Andernfalls werde man diese verlieren. Das zeige die tägliche Erfahrung.

Seine Kritik zielt darauf ab, dass auch die ausländischen Pflegekräfte nicht lange in Deutschland blieben, wenn sich die Rahmenbedingungen hierzulande nicht ändern. Westerfellhaus: "Wie, bitteschön, wollen wir hochqualifizierte Pflegekräfte aus anderen Staaten, die eine akademische Ausbildung haben, in Deutschland klarmachen, unter solchen Rahmenbedingungen zu arbeiten?" (eb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Pressekonferenz in der BPK

Bundeskanzler Friedrich Merz: „Ich bin ein lernfähiges System“

Kommentare
Dr. Anne-Kathrin Riethling 27.01.201419:59 Uhr

Falsche Reihenfolge

Wer ein hohes Alter ohne ernsthafte Krankheiten erreicht, hat die Aussicht auf einen sanften Tod, ohne jemals ein Pflegefall gewesen zu sein. Im Zusammenhang mit der steigenden Zahl von Pflegefällen sollte bitte mal darüber nachgedacht werden, dass seit Jahren an der Genehmigung von Kuren gespart wird. Das Ziel, sich bei beginnenden Beeinträchtigungen schnell wieder zu stabilisieren und lange gesund zu bleiben, wird damit nicht gefördert.

Frank Albohn 27.01.201409:58 Uhr

Kosmetische Übungen

Herr Westerfellhaus hat natürlich recht - die Anwerbung von Pflegefachkräften aus dem Ausland, löst unsere hausgemachten Probleme bei der angemessenen Betreuung und Versorgung von Pflegebedürftigen nicht!! Die Politik und die Vertreter der Kostenträgerseite gefallen sich darin, mit kosmetischen Übungen (z. B. Anwerbung ausländischer Kräfte, Beauftragung von Studien, Fortbildungsoffensiven, Imageaktionen für die Pflegeberufe)von den lange bekannten Lösungen abzulenken... Was gegen den täglichen Pflegenotstand wirklich hilft, dass sind die massive Verbesserung der Arbeitsbedingen (mehr qualifiziertes Personal!), die sehr deutliche Anhebung der Vergütung für die Pflegeprofis sowie die Eröffnung von Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten für die Pflegeberufe! Mit anderen Worten: Wir brauche den Mut und die ehrliche Bereitschaft, den Pflegeberuf neu zu denken!!!

Frank Albohn, Krankenpfleger und Diplom-Pflegewirt (FH)
Frankfurt am Main

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Praxisinventar

So lassen sich Praxen ihre Therapieliege fördern

Oft langer Weg bis zur Diagnose

Wie Sie Patienten mit seltenen Erkrankungen früher erkennen

Lesetipps
Die erwachsene Tochter zeigt ihrer älteren Mutter, wie man Healthtech-Geräte wie eine Smartwatch mit mobiler App nutzt, um zu Hause Gesundheit, Herzfrequenz und Blutdruck zu überwachen.

© CandyRetriever / stock.adobe.com

Früherkennung von Bluthochdruck

Hypertonie: Wenn die Smartwatch in falsche Sicherheit wiegt

Eine ältere Person hält drei Blisterstreifen mit Tabletten zwischen beiden Händen.

© wernerimages / stock.adobe.com

GeriPAIN-Leitlinie

Welche Schmerztherapien eignen sich für geriatrische Patienten?