Ärzte Zeitung online, 27.02.2014

Baden-Württemberg

CDU fordert Pflege-Enquête

Im baden-württembergischen Landtag soll sich eine Enquête-Kommission mit der Zukunft der Pflege beschäftigen. Auch die FDP will das Vorhaben unterstützen.

STUTTGART. Die CDU im baden-württembergischen Landtag will eine Pflege-Enquête einrichten. Einen entsprechenden Antrag hat die CDU am Dienstag im Landtag eingebracht.

Für die Enquête schlägt die CDU den Titel "Pflege in Baden-Württemberg zukunftsfähig und generationengerecht gestalten vor". Das Gremium soll Handlungsempfehlungen entwickeln, wie eine qualitativ hochwertige Pflege dauerhaft gewährleistet werden kann, heißt es zur Begründung.

Die Politik müsse die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass Menschen "solange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung führen können und von Pflegeleistungen unabhängig sind", erklärten Peter Hauk, CDU-Fraktionschef und Wilfried Klenk, sozialpolitischer Sprecher der Fraktion.

Präventions- und Rehabilitationsangebote müssten Vorrang haben, gibt die Fraktion als weiteres Ziel an.

Auch will die Union - unabhängig von der Gesetzgebungskompetenz des Bundes - die Finanzierung einer generationengerechten Pflege zum Thema der Enquête machen. Die FDP-Fraktion hat bereits angekündigt, die Forderung nach einer Pflege-Enquête zu unterstützen.

Das Statistische Landesamt in Baden-Württemberg geht in einer Prognose davon aus, dass sich die Zahl der Pflegebedürftigen schon allein aus demografischen Gründen von gegenwärtig rund 280.000 auf 352.000 im Jahr 2030 steigen wird.

Bis 2050 ist sogar eine Zunahme auf fast 470.000 Pflegebedürftige möglich. Aktuell werden mehr als zwei Drittel der Betroffenen (rund 190.000) zu Hause versorgt, 88.000 alte Menschen werden in Heimen gepflegt. (fst)

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