Ärzte Zeitung, 06.07.2015

Schleswig-Holstein

Zehn Prozent mehr Pflegefälle

KIEL. Die Zahl der Pflegebedürftigen in Schleswig-Holstein ist innerhalb von nur zwei Jahren um zehn Prozent gestiegen.

Dies zeigt ein Vergleich der Daten des Statistischen Landesamtes, das für das Erhebungsjahr 2013 rund 90.000 Pflegebedürftige im Norden ausweist und damit ein Zehntel mehr als bei der vorangegangenen Erhebung in 2011.

Hierauf verweist die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse, die als Konsequenz Weichenstellungen für die pflegerische Versorgung der Zukunft fordert. TK-Chef Dr. Johann Brunkhorst nannte als Beispiel attraktive Rahmenbedingungen für Pflegeberufe.

Deren Zahl ist im gleichen Zeitraum in der ambulanten Versorgung ebenfalls um zehn Prozent gestiegen, in der stationären Versorgung dagegen nur um zwei Prozent. Im Norden werden noch immer überdurchschnittlich viele Pflegebedürftige in Heimen betreut.

Der Anteil liegt bei 40 Prozent, bundesweit nur bei 30 Prozent. In der ambulanten Betreuung leisten mehrheitlich Angehörige die Pflege. Nur ein Drittel wird vollständig von einem ambulanten Pflegedienst betreut. (di)

Topics
Schlagworte
Pflege (4712)
Schleswig-Holstein (660)
Organisationen
TK (2282)
Personen
Johann Brunkhorst (44)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »