Ärzte Zeitung, 11.04.2016

Kinderkrankenpflege

Gröhe macht Petentin etwas Hoffnung

BERLIN. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat am Montag im Petitionsausschuss vorsichtig Unterstützung für die Kinderkrankenpflege angedeutet. "Es bedarf einer Absicherung des Erforderlichen in der Ausbildung der Kinderkrankenpflege" sagte der Minister. Mit dem Pflegeberufsgesetz, das derzeit vom Bundestag beraten wird, sollen die Ausbildungsgänge von Kranken- und Kinderkrankenpflege sowie der Altenpflege vereinheitlicht werden.

Mehr vom DGIM-Kongress

Weitere Berichte vom Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Mannheim finden Sie hier: aerztezeitung.de/dgim2016

Die Petentin Monika Otte, Kinderkrankenschwester und Ausbilderin am Universitätsklinikum in Gießen hatte zuvor gefordert, die Hälfte der theoretischen Ausbildung und zwei Drittel der praktischen Ausbildung, mithin 1600 Stunden, in Einrichtungen der Kinder- und Jugendkrankenpflege vorzusehen. Dies solle als Muss-Regelung formuliert werden.

Die Eckpunkte einer Verordnung zum Pflegeberufsgesetz, in der die Einzelheiten der künftigen Ausbildung geregelt werden sollen, sehen für die Kinderkrankenpflege Spezialisierungsmodule von rund 1400 Stunden vor, allerdings nicht in diesem Ausmaß verpflichtend.

Gröhe betonte, dass sein Ziel sei, die Feinarbeit an der Verordnung parallel zum parlamentarischen Prozess zu leisten. Dabei werde man sich auch über die Stundentafel weiter unterhalten. Es sei eine wesentliche Aufgabe, auf den kleinsten Bereich der Pflege besonders zu achten. Die Kinderkrankenpflege stellt etwa 6500 der rund 130 000 Auszubildenden in der Pflege im Jahr. (af)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »