Ärzte Zeitung, 29.04.2016

Charité und Verdi

Einigung über Mindestquoten

BERLIN. Der Streit um Mindestbesetzungen im Pflegedienst an der Universitätsklinik Charité Berlin ist vorerst beigelegt. Die Klinik hat mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi einen Tarifvertrag über Personalausstattung und Gesundheitsschutz geschlossen.

"Der Tarifvertrag ist wegweisend. Gerade darum ist es notwendig, dass Bund und Krankenkassen endlich für eine bessere Finanzierung der Pflege sorgen", sagte die aufsichtführende Berliner Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres (SPD).

Die wichtigsten Tarif-Festlegungen: Auf Intensivstationen soll im Schnitt mindestens eine Pflegekraft für zwei Patienten zuständig sein. Der Nachtdienst insgesamt wird um 40 Vollkräfte verstärkt. Für die Kinderklinik gilt eine Besetzungsquote, und die Personalausstattung in der stationären Pflege soll um fünf Prozent verbessert werden.

Ein vierköpfiger, paritätisch besetzter Gesundheitsausschuss überwacht die Umsetzung des Tarifvertrags. Konflikte soll eine vierteljährlich tagende Clearingstelle unter externem Vorsitz klären.

Die Umsetzung des Vertrags "wird noch eine Herausforderung werden. Dennoch sind wir überzeugt davon, dass der Tarifvertrag Vorbild-Charakter entfalten kann", kommentierte Verdi-Verhandlungsführerin Meike Jäger die Tarifvereinbarung.

Die Gewerkschaft fordert weiterhin gesetzliche Regelungen für die Personalausstattung in Krankenhäusern. (ami)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »

Wer nicht hören will, den soll die Kita künftig melden

Prävention mit Drohgebärden: Künftig will das Bundesgesundheitsministerium nicht nur mit Bußgeld drohen, sondern auch die Kitas einspannen, um die Verweigerer einer verpflichtenden Impfberatung herauszufischen. mehr »