Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie bei unserer Online-Umfrage mit!

Ärzte Zeitung, 19.05.2016

Demenzpatienten

Brandenburgs Kliniken haben Defizite

POTSDAM. Die Krankenhäuser in Brandenburg müssen sich stärker auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz einstellen. Dazu hat die Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg (LKBB) zusammen mit der Alzheimer Gesellschaft eine Fachtagung organisiert.

LKBB-Geschäftsführer Jens-Uwe Schreck zeigte sich überzeugt: "Es ist wichtig, dass alle Klinikmitarbeiter- nicht nur Ärzte und Pflegende - sich damit beschäftigen, das Verhalten der dementen Patienten zu verstehen und sich darauf einzustellen. Es ist aber auch wichtig, dass sich das Krankenhaus als Organisation, von der Aufnahme angefangen, darauf einstellt."

Schon jetzt leiden rund 15 Prozent der Menschen, die in den Krankenhäusern Brandenburgs behandelt werden, an einer Demenz. Mit dem steigenden Durchschnittsalter der Brandenburger Bevölkerung steigt Prognosen zufolge auch die Zahl der Demenzkranken im Land von derzeit rund 55.000 auf 87.000 Betroffene im Jahr 2030. Der Grund für den Klinikaufenthalt ist meist nicht die Demenz, sondern eine andere Erkrankung. Für Betroffene, Angehörige, aber auch für das Krankenhauspersonal ist das in der Regel eine Herausforderung. (ami)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »