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ÄKN: Kassen sollen neue Vorsorgen zahlen

HANNOVER (cben). Die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) fordert eine Aufnahme der neuen Vorsorgeuntersuchungen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen und zugleich mehr Geld von den Kommunen.

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Die Idee des Bundesgesundheitsministers für Vorsorgeuntersuchungen in den Schulen stoße "auf praktische Probleme, weil neben den Schülern auch die Eltern mit einbezogen und beraten werden müssen", sagt Dr. Gisbert Voigt, Vize der ÄKN und niedergelassener Kinder- und Jugendarzt im niedersächsischen Melle.

Mehr Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) in den Schulen würde die ÄKN aber wegen des hohen Beratungsbedarfes grundsätzlich begrüßen, hieß es.

Deshalb müssten die Länder beziehungsweise Kommunen den Stellenplan im Öffentlichen Gesundheitsdienst deutlich aufstocken, erklärt Voigt.

Handlungsbedarf sieht die ÄKN auch, weil die neuen Vorsorgeuntersuchungen bislang nur von einzelnen Krankenkassen übernommen werden. Dazu zählen die Untersuchungen U 10 (6. bis 7. Lebensjahr), U 11 (9. bis 10. Lebensjahr) sowie J 2 (16. bis 17. Lebensjahr).

Die beiden Untersuchungen würden von Kindern und Eltern sehr gut angenommen, sagt Voigt.

Die Inhalte sind neben der körperlichen Untersuchung vor allem wichtige Präventionsthemen wie Mediennutzung, Bewegungsförderung und Ernährungsberatung sowie schulbezogene Leistungsprobleme oder Verhaltensstörungen.

"Ich würde es daher sehr begrüßen, wenn sich der Bundesgesundheitsminister dafür einsetzen würde, diese neuen Vorsorgeuntersuchungen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen aufzunehmen", so Voigt.

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