Ärzte Zeitung, 11.09.2012

Sehfehler

Bessere Vorsorge für Kleinkinder gefordert

Unerkannte Sehfehler: Etwa jedes 20. Kind erleidet deswegen einen dauerhaften Sehschaden. Jetzt fordern Augenärzte routinemäßige Vorsorgen bei Kleinkindern.

BERLIN (eb). Bei mindestens einem Viertel der Kleinkinder bleiben Sehfehler unerkannt, wie Studien zeigen. Mit der Folge, dass bei etwa jedem 20. Kind eine wirkungsvolle Therapie zu spät einsetzt und ein Auge dauerhaft schwachsichtig bleibt.

Darum sei eine routinemäßige Vorsorgeuntersuchung von Kindern im Alter von zwei bis drei Jahren durch einen Augenarzt dringend geboten, teilt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) im Vorfeld des 110. DOG-Kongresses mit, der vom 20. bis 23. September in Berlin stattfindet.

Ein einfacher Sehtest gehörte schon seit langem zum Vorsorgeprogramm der Pädiater. Ein solches Sehscreening ist jedoch aus Sicht von Augen- wie Kinderärzten, die seit Jahren gemeinsam für eine Vorsorgeuntersuchung durch einen Augenarzt eintreten, ungenügend.

Nur der Augenarzt könne Netzhaut und Sehnerv eingehend untersuchen und krankhafte Veränderungen rechtzeitig diagnostizieren. Zudem könne der Augenarzt schon bei Säuglingen früh Fehlsichtigkeiten und latentes Schielen mit der Skiaskopie erkennen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »